25. März 2026
Veröffentliche Zahlen kaum glaubwürdig
Die Gemeinde Wadersloh präsentierte in der vergangenen Woche über die Medien eine grobe Übersicht des verabschiedeten Haushalts. Darin wird ein Schuldenstand von 24,8 Mio. € ausgewiesen, entsprechend einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1.935,80 €.
Ein Blick in den offiziellen Haushaltsplan 2026 zeichnet jedoch ein völlig anderes Bild: Bereits zum Jahresbeginn lag der Schuldenstand bei 32 Mio. € und zum Jahresende werden sogar 40 Mio. € prognostiziert. Vor diesem Hintergrund wirken die veröffentlichten Zahlen nicht nur unvollständig, sondern irreführend. Tatsächlich ist mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von rund 3.120 € zu rechnen.
Es drängt sich der Eindruck auf, dass hier bewusst nur ein Teil der Realität dargestellt wird, um die finanzielle Lage der Gemeinde günstiger erscheinen zu lassen. Für die Bürgerinnen und Bürger entsteht so ein geschöntes, falsches Gesamtbild, das mit der tatsächlichen Entwicklung nichts zu tun hat.
Gerade weil den Ratsmitgliedern die vollständigen Zahlen bekannt sein müssen, ist dieses Vorgehen schwer nachvollziehbar. Transparenz sieht anders aus. Als Bürger von Wadersloh kann man von Bürgermeister und Verwaltung bei einem solchen Vorgehen nur enttäuscht sein.
Vor diesem Hintergrund wirft auch der geplante Arbeitskreis zur Haushaltssicherung Fragen auf: Wie glaubwürdig können dessen Ergebnisse sein, wenn der Bürgermeister selbst den Vorsitz übernimmt?
Hinzu kommt ein weiteres Risiko: Die Verwaltung hat 1,6 Mio. € Gewerbesteuer aus 2024 als strittig deklariert. Sollte sich dieser Betrag nicht realisieren lassen, würde sich die ohnehin schon angespannte Verschuldungslage weiter erhöhen.
Zukunft(s) Initiative Nachhaltigkeit ZIN19
Steen Christensen, Wolfgang Kißler, Alfons Lüke, Paul Plümpe, Erwin Rennekamp,
Richard Streffing





